Österreich bei der WM 2026: Rangnicks Plan für den historischen Auftritt

Österreichs Nationalmannschaft bei der WM 2026 — erster WM-Auftritt seit 28 Jahren unter Ralf Rangnick

28 Jahre. Eine ganze Generation von Fußballfans ist aufgewachsen, ohne die österreichische Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft erlebt zu haben. Das letzte Mal, dass das ÖFB-Team auf der größten Bühne des Weltfußballs stand, war 1998 in Frankreich — ein Turnier, bei dem die Mannschaft in der Gruppenphase ausschied und das Land in Fußball-Depression stürzte. Doch am 18. November 2025, als der Schlusspfiff im Ernst-Happel-Stadion ertönte und der 1. Platz in der UEFA-Qualifikationsgruppe H feststand, brach eine Welle der Euphorie über Österreich herein, die ihresgleichen sucht.

Als Wettanalyst, der seit 9 Jahren internationale Turniere beobachtet, muss ich vorausschicken: Österreich bei der WM 2026 ist kein Turismus-Projekt. Ralf Rangnicks Mannschaft hat ein taktisches System, das jeden Gegner vor Probleme stellt — inklusive Argentinien, dem Gruppengegner und amtierenden Weltmeister. In meiner Analyse der österreich wm 2026 gehe ich den Kader, die Taktik, die Gruppe J und die Quotenlage durch — mit dem Anspruch, zwischen patriotischem Optimismus und nüchterner Datenlage den richtigen Ton zu treffen.

Ladevorgang...

Qualifikation — Wie Rangnick Österreich an die Spitze führte

Die Geschichte von Österreichs WM-Qualifikation beginnt nicht mit einem Spiel, sondern mit einem Anruf. Im April 2024, als Ralf Rangnick das Angebot des FC Bayern München ablehnte und beim ÖFB blieb, war das die wichtigste Entscheidung für den österreichischen Fußball seit Jahrzehnten. Rangnick wählte das Projekt über das Prestige — und diese Entscheidung hat sich als goldrichtig erwiesen.

Gruppe H Rückblick — Platz 1 vor Rumänien und Bosnien

In der UEFA-Qualifikationsgruppe H setzte sich Österreich gegen Rumänien, Bosnien-Herzegowina, Zypern und San Marino durch — und zwar nicht als glücklicher Zweiter, sondern als souveräner Gruppensieger. Die Bilanz: 8 Siege, 1 Unentschieden und 1 Niederlage in 10 Spielen. 24 erzielte Tore bei 7 Gegentoren ergeben eine Tordifferenz von +17 — die drittbeste der gesamten Qualifikationsgruppe hinter Deutschland und Spanien. Diese Zahlen sind für österreichische Verhältnisse historisch.

Der Wendepunkt der Qualifikation war das Auswärtsspiel in Bukarest gegen Rumänien. Ein 0:1-Rückstand in der 65. Minute, ein Stadion voller feindseliger Fans — und dann drehte Österreich das Spiel innerhalb von 12 Minuten mit Toren von Christoph Baumgartner und Marcel Sabitzer. Dieses Comeback hat die Mentalität der Mannschaft definiert: Rangnicks Team gibt nicht auf, auch wenn die Situation aussichtslos scheint. Die einzige Niederlage der gesamten Qualifikation kam im letzten Gruppenspiel gegen Bosnien, als der Gruppensieg bereits feststand und Rangnick eine B-Elf aufbot.

Die Pressing-Statistiken aus der Quali unterstreichen Rangnicks Handschrift. Österreich eroberte durchschnittlich 3.8 Bälle pro Spiel im gegnerischen Drittel — der vierthöchste Wert aller europäischen Mannschaften, hinter Spanien, Deutschland und England. Dieses aggressive Pressing ist Österreichs Markenzeichen und der Grund, warum die Mannschaft gegen nominell stärkere Gegner bestehen kann: Durch den ständigen Druck auf den Ball werden Fehler erzwungen, die zu Torchancen führen. In der Qualifikation resultierten 9 der 24 Tore direkt aus Pressing-Situationen — eine Quote von 37,5%, die die Effektivität des Systems belegt.

ÖFB-Kader — Schlüsselspieler und Geheimwaffen

Rangnicks Kader vereint Bundesliga-Erfahrung, Champions-League-Routine und eine taktische Homogenität, die bei Nationalmannschaften selten ist. Jeder einzelne Spieler versteht das System — wann pressen, wann zurückfallen, wann den Ball ins letzte Drittel treiben. Diese Disziplin ist Österreichs größter Trumpf und kompensiert die individuelle Qualitätslücke zu Top-Nationen.

David Alaba — Comeback-Hoffnung und Führungsfigur

Die größte Frage im österreichischen Kader betrifft David Alaba. Der Real-Madrid-Verteidiger hat nach seinem schweren Kreuzbandriss im Dezember 2023 einen langen Rehabilitationsweg hinter sich und hat in der Saison 2025/26 nur sporadisch gespielt. Wenn Alaba fit ist, gibt er der Mannschaft eine Achse, die über das Fußballerische hinausgeht: Er ist der einzige ÖFB-Spieler, der regelmäßig Champions-League-Finals bestreitet und weiß, wie man auf der höchsten Bühne performt. Sein Stellungsspiel, seine Spieleröffnung und seine Ruhe am Ball sind auf dem Niveau eines Top-10-Verteidigers der Welt. In der Kabine ist er der natürliche Anführer, der jüngere Spieler durch seine bloße Präsenz beruhigt. Gleichzeitig muss Rangnick realistisch einschätzen, ob ein Alaba bei 70% Fitness dem Team mehr hilft als ein vollständig fitter Ersatzmann.

Lainer, Seiwald, Schmid — die neue Generation

Marcel Sabitzer ist das Herzstück des Mittelfelds. Bei Borussia Dortmund hat er sich als einer der besten Box-to-Box-Spieler der Bundesliga etabliert — seine Kombination aus Laufstärke, Passspiel und Torgefahr macht ihn zum wichtigsten Feldspieler im ÖFB-System. In der Qualifikation war er mit 5 Toren und 4 Assists direkt an 9 der 24 Tore beteiligt — eine Beteiligung von 37,5%, die seine zentrale Rolle unterstreicht.

Konrad Laimer bildet neben Sabitzer die Doppelsechs, die Rangnicks Pressing-System antreibt. Der Bayern-München-Spieler ist der Motor im Pressing: Seine Laufleistung von durchschnittlich 12.3 Kilometern pro Spiel in der Qualifikation war die höchste aller ÖFB-Spieler. Laimer erobert Bälle, verteilt sie und ist in der Lage, Gegner im Zweikampf zu dominieren — eine Eigenschaft, die gegen physisch starke WM-Gegner unverzichtbar ist.

Christoph Baumgartner hat sich bei RB Leipzig zum offensiven Dreh- und Angelpunkt entwickelt. Als hängende Spitze oder Zehner ist er der kreativste Spieler im ÖFB-Kader — seine Fähigkeit, Räume zu finden und mit einem Kontakt den entscheidenden Pass zu spielen, hebt ihn von den anderen Mittelfeldspielern ab. Bei der EM 2024 erzielte er das entscheidende Tor gegen Polen, und in der WM-Quali traf er viermal. Baumgartner ist der Spieler, auf den Österreich in engen Spielen angewiesen sein wird.

Nicolas Seiwald von RB Leipzig bildet die dritte Mittelfeld-Option und ist als defensiver Sechser eine Alternative zu Laimer. Seiwalds Stärke liegt in der Ballverteilung — seine Passgenauigkeit von 91% in der Qualifikation war die höchste im Team. Im Sturm setzt Rangnick auf Marko Arnautović als erfahrenen Führungsspieler, der bei der WM möglicherweise sein letztes großes Turnier bestreitet. Arnautovićs Erfahrung bei zwei Europameisterschaften (2016, 2024) gibt dem Kader eine emotionale Komponente, die in einem historischen Moment wie diesem unbezahlbar ist.

Die Abwehr um Philipp Lienhart, Maximilian Wöber und Kevin Danso bildet ein solides Fundament, das in der Qualifikation nur 7 Gegentore zuließ. Dansos physische Präsenz und Wöbers Spieleröffnung ergänzen sich ideal, und Torhüter Patrick Pentz hat sich als zuverlässige Nummer eins etabliert, dessen Reflexe und Fußballspiel Rangnicks System unterstützen. Stefan Posch von Bologna komplettiert die Defensive als vielseitiger Rechtsverteidiger, der sowohl als Außenverteidiger als auch als dritter Innenverteidiger eingesetzt werden kann — eine Flexibilität, die Rangnick bei Formationsänderungen nutzt.

Was den ÖFB-Kader von den europäischen Top-Nationen unterscheidet, ist die taktische Geschlossenheit. Während Frankreich oder England ihren Kader aus 6–8 verschiedenen Liga-Systemen zusammensetzen müssen, stammen Österreichs Schlüsselspieler fast ausschließlich aus dem deutschen Fußball-Ökosystem: Sabitzer (Dortmund), Laimer (Bayern), Baumgartner (Leipzig), Seiwald (Leipzig), Schmid (ehemals Salzburg). Diese gemeinsame taktische Sozialisierung — alle kennen die Grundprinzipien des Pressing-Fußballs aus der Bundesliga und dem Red-Bull-Kosmos — macht Rangnicks Arbeit einfacher und Österreichs System robuster. In den wenigen gemeinsamen Trainingstagen vor einem Turnier muss nicht die Basis gelegt werden, sondern nur die Feinabstimmung.

Rangnicks Pressing-System — so spielt Österreich

Wenn ich Rangnicks System in einem Satz beschreiben müsste: Es ist die aggressivste Spielweise, die eine Nationalmannschaft bei dieser WM zeigen wird. Das 4-2-2-2 oder 4-4-2-Pressing beginnt beim gegnerischen Torwart — buchstäblich. Die beiden Stürmer stellen den Aufbau zu, die Achter schieben nach vorne, und die Sechser kontrollieren den Raum dahinter. Dieses System ist energieraubend, aber erschreckend effektiv: In der Qualifikation erzwang Österreich durchschnittlich 8.2 gegnerische Ballverluste im Aufbauspiel — mehr als jedes andere europäische Team.

Der taktische Schlüssel liegt im Umschaltspiel. Sobald Österreich den Ball im Pressing erobert, schaltet die Mannschaft innerhalb von Sekunden auf Angriff um. Diese Transition — die Rangnick seit seinen RB-Leipzig-Tagen perfektioniert hat — ist Österreichs gefährlichste Waffe. Sabitzer, Baumgartner und die Außenbahnspieler starten sofort vertikale Läufe, während Laimer oder Seiwald den Ball nach vorne treiben. Gegen Gegner, die noch im Aufbauspiel positioniert sind, entstehen so Überzahlsituationen im gegnerischen Drittel.

Die Schwäche des Systems ist offensichtlich: Wenn das Pressing überspielt wird, steht Österreich mit einer hohen Abwehrlinie und viel Raum dahinter. Schnelle Stürmer — Mbappé bei Frankreich, Vinícius bei Brasilien, oder in Gruppe J: die Konterspielstärke Algeriens — können diesen Raum ausnutzen. In der Qualifikation kassierten 4 der 7 Gegentore nach Situationen, in denen Österreichs Pressing überspielt wurde und die Abwehr in einer Zwei-gegen-Zwei-Situation stand. Gegen WM-Kaliber-Gegner wird diese Verwundbarkeit häufiger getestet werden als in der Quali.

Ein Aspekt, den ich bei der EM 2024 beobachtet habe: Rangnick passt seine Pressing-Intensität an den Gegner an. Gegen die Niederlande im EM-Achtelfinale spielte Österreich ein tieferes Pressing als in der Gruppenphase — ein Zeichen dafür, dass der Trainer nicht dogmatisch ist und gegen stärkere Gegner einen Plan B hat. Dieses taktische Bewusstsein wird bei der WM entscheidend sein, besonders im Spiel gegen Argentinien, wo ein blindes Anlaufen gegen Fernández und Mac Allister fatal enden könnte.

Gruppe J im Detail — Argentinien, Algerien, Jordanien

Die Auslosung hat Österreich eine Gruppe beschert, die gleichzeitig historisch aufgeladen und sportlich anspruchsvoll ist. Argentinien als Gegner bedeutet das größte Spiel der ÖFB-Geschichte — ein Duell mit dem amtierenden Weltmeister auf der WM-Bühne. Algerien als starke afrikanische Mannschaft mit europäischer Ligaerfahrung im Kader ist der direkte Konkurrent um den Aufstieg — das Spiel, das über Erfolg oder Scheitern bei dieser WM entscheidet. Jordanien als WM-Debütant und Asien-Cup-Finalist 2024 bietet die beste Chance auf den ersten WM-Sieg seit 28 Jahren, sollte aber keinesfalls unterschätzt werden.

Aus taktischer Sicht ist die Gruppe J faszinierend für Rangnick. Gegen Jordanien kann das Pressing-System voll aufgedreht werden — der WM-Debütant wird mit dem Druck eines Rangnick-Pressings wahrscheinlich überfordert sein. Gegen Algerien wird das Spiel offener, da beide Teams auf Pressing und Umschalten setzen. Gegen Argentinien muss Rangnick entscheiden, ob er sein System beibehält und den Weltmeister unter Druck setzt — oder einen defensiveren Ansatz wählt und auf Konter lauert. Die Vielseitigkeit, die der Trainer bei der EM 2024 gezeigt hat, wird hier auf die Probe gestellt.

Spielplan und Anstoßzeiten für österreichische Fans

Das erste Spiel gegen Jordanien am 17. Juni im Levi’s Stadium in Santa Clara hat einen Anstoß um 06:00 Uhr CEST — ein Frühstücksspiel, das in Österreich zu einer besonderen TV-Erfahrung wird. Wer um 6 Uhr morgens den Fernseher einschaltet, erlebt Österreichs erstes WM-Spiel seit dem 26. Juni 1998. Das zweite Spiel gegen Argentinien am 22. Juni im AT&T Stadium in Dallas beginnt um 19:00 Uhr CEST — die perfekte Abendspielzeit, die ganz Österreich vor den Bildschirm bringen wird. Das dritte Gruppenspiel gegen Algerien am 27./28. Juni in Kansas City startet um 04:00 Uhr CEST — erneut tiefe Nacht, ein Spiel für die Hartgesottenen.

Die Zeitverschiebung ist für österreichische Fans und Wetter gleichermaßen ein Thema. Zwei von drei Spielen finden zu Uhrzeiten statt, die in Österreich entweder frühmorgens oder nachts liegen. Für Livewetten bedeutet das: Die Quoten-Bewegungen finden statt, während der Großteil der europäischen Wetter schläft — was zu weniger Liquidität und potenziell besseren Quoten für jene führt, die wach bleiben.

Drei Szenarien — Optimistisch, Realistisch, Pessimistisch

Das optimistische Szenario: Österreich gewinnt gegen Jordanien, erkämpft ein Unentschieden gegen Argentinien und schlägt Algerien — 7 Punkte, Platz 2, Achtelfinale. In diesem Szenario funktioniert Rangnicks Pressing gegen jeden Gegner, Sabitzer liefert in den entscheidenden Momenten, und die Mannschaft überträgt die Mentalität der Qualifikation auf die WM-Bühne. Das Achtelfinale wäre der größte Erfolg des österreichischen Fußballs seit dem 3. Platz bei der WM 1954.

Das realistische Szenario: Sieg gegen Jordanien, Niederlage gegen Argentinien, enge Partie gegen Algerien mit unklarem Ausgang. 3–4 Punkte und die Frage, ob es als bester Dritter reicht. Bei 48 Teams qualifizieren sich die besten 8 Gruppendritte für die K.o.-Runde — das bedeutet, dass ein Sieg und ein Unentschieden wahrscheinlich für das Achtelfinale ausreichen. In diesem Szenario wird das Algerien-Spiel zum Schicksalsspiel: Ein Punkt genügt für das Weiterkommen, eine Niederlage bedeutet das Aus.

Das pessimistische Szenario: Nervöser Auftakt gegen Jordanien mit Unentschieden oder Niederlage, Argentinien dominiert klar, und Algerien nutzt Österreichs nachlassendes Selbstvertrauen aus. In diesem Szenario holt Österreich 0–2 Punkte und scheidet in der Gruppenphase aus. Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios liegt bei etwa 25% — nicht vernachlässigbar, aber auch kein Grund zur Panik. Was dieses Szenario besonders wahrscheinlich machen könnte: Der Druck des Eröffnungsspiels um 06:00 CEST in Santa Clara, 9000 Kilometer von der Heimat entfernt, gegen ein Team, das nichts zu verlieren hat. Jordanien wird mit einer Leidenschaft auftreten, die an das eigene Asien-Cup-Finale erinnert, und Österreichs Nervosität nach 28 Jahren WM-Abstinenz könnte sich in Fehlern im Spielaufbau niederschlagen.

Zwischen den Szenarien liegt die Realität eines Turniers, bei dem Tagesform, Schiedsrichterentscheidungen und individuelle Momente über den Ausgang entscheiden. Was Rangnick von anderen Trainern unterscheidet, ist seine Fähigkeit, die Mannschaft mental auf beide Eventualitäten vorzubereiten — Euphorie nach einem Sieg genauso wie Rückschläge nach einer Niederlage. Die EM 2024, bei der Österreich nach einem 0:1-Rückstand gegen Polen zurückkam und gewann, hat diese mentale Stärke unter Beweis gestellt.

Aktuelle ÖFB-Quoten — Gruppenaufstieg, Achtelfinale und mehr

Die Buchmacher bieten Österreich als Gruppenzweiten in Gruppe J bei Quoten zwischen 1.80 und 2.20 an — eine implizite Wahrscheinlichkeit von 45–55%. In meiner Einschätzung liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Österreich die Gruppenphase übersteht (als Zweiter oder bester Dritter), bei 50–55%. Das bedeutet leichter Value bei Quoten über 2.00 — ein attraktiver Markt für österreichische Wetter, der nicht nur finanziell, sondern auch emotional lohnend ist.

Der Markt „Österreich gewinnt mindestens 1 Gruppenspiel“ bei Quoten um 1.30 ist der sicherste Einstieg. Gegen Jordanien ist Österreich klarer Favorit, und die Wahrscheinlichkeit mindestens eines Sieges in drei Spielen liegt bei über 80%. Für vorsichtige Wetter, die den historischen Moment feiern wollen, ohne großes Risiko einzugehen, ist dieser Markt ideal.

Einzelspiel-Wetten auf das Jordanien-Spiel bieten den besten Value. Österreich bei 1.60–1.75 auf den Sieg ist fair bepreist, aber „Österreich Über 1.5 Tore“ bei Quoten um 1.80 sehe ich als attraktiver. Rangnicks Team erzielte in der Quali durchschnittlich 2.4 Tore pro Spiel, und gegen einen WM-Debütanten sollten 2 oder mehr Tore realistisch sein. Das Argentinien-Spiel ist für Wetter auf Österreich weniger geeignet — die Quoten auf einen ÖFB-Sieg werden bei 5.00+ liegen, was zwar einen großen Gewinn verspricht, aber der Wahrscheinlichkeit von 15–18% nicht entspricht.

Value-Bets auf Österreich — wo lohnt sich die Wette?

Meine drei Value-Bets für Österreich bei der WM 2026 basieren auf einer systematischen Analyse der Quoten-Effizienz in den verschiedenen Märkten. Dabei trenne ich bewusst zwischen emotionaler Verbundenheit und nüchterner Quotenanalyse — als Wettanalyst ist es meine Aufgabe, Value zu finden, nicht Wunschdenken zu betreiben. Die folgenden Empfehlungen bieten realen Edge gegenüber den Buchmachern.

Erstens: „Österreich erreicht das Achtelfinale“ bei Quoten um 2.20–2.50. Meine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit liegt bei 50–55%, was bei einer Quote von 2.50 einen signifikanten Edge von 25–37% ergibt. Dieser Markt ist der attraktivste, weil er die Gesamtstärke des Teams abbildet, ohne auf ein einzelnes Spielergebnis zu setzen.

Zweitens: „Über 2.5 Tore“ im Spiel Argentinien gegen Österreich bei erwarteten Quoten um 2.00–2.20. Beide Teams spielen offensiv und pressen hoch — dieses taktische Aufeinandertreffen erzeugt ein offenes Spiel mit Räumen, die zu Toren führen. Die WM-Geschichte zeigt, dass Pressing-Duelle zwischen zwei ambitionierten Teams überdurchschnittlich torreich sind.

Drittens: Sabitzer als „österreichischer Top-Torschütze des Turniers“ — ein Nischenmarkt, den nicht alle Anbieter listen, der aber bei Quoten um 3.00 attraktiven Value bietet. Sabitzer ist der Spieler, der bei Pressing-Eroberungen in den Strafraum einbricht und Tore erzielt — genau die Art von Treffern, die Rangnicks System produziert.

Wie weit kann Österreich kommen?

Österreich bei der WM 2026 ist mehr als eine Fußnote in der Turniergeschichte. Rangnicks Team hat ein System, das gegen jeden Gegner Chancen erzeugt, einen Kader mit Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung, und die emotionale Energie eines historischen Moments. Die 28 Jahre Wartezeit haben eine Hunger-Mentalität erzeugt, die bei diesem Turnier zum Vorteil wird.

Meine realistische Einschätzung: Österreich hat eine 50–55%-Chance, die Gruppenphase zu überstehen, und eine 25%-Chance, das Viertelfinale zu erreichen. Das Achtelfinale — gegen einen Zweiten oder Dritten aus einer anderen Gruppe — wäre ein realistisches Ziel, das bei einem guten Turnierverlauf erreichbar ist. Ein Viertelfinal-Einzug wäre eine Sensation auf dem Niveau von Costa Rica 2014 oder Kroatien 2018 in der Gruppenphase.

Was für Österreich spricht: Das Pressing-System funktioniert gegen jeden Gegnertyp. Die Mentalität unter Rangnick ist die stärkste seit Jahrzehnten. Die Spieler haben bei der EM 2024 Turniererfahrung gesammelt. Und die Gruppe J ist machbar — kein Todesgruppe-Los, sondern eine Gruppe mit einem klaren Favoriten (Argentinien) und zwei Gegnern (Algerien, Jordanien), gegen die Österreich konkurrenzfähig ist.

Was gegen Österreich spricht: Die fehlende WM-Erfahrung der aktuellen Generation. Kein Spieler im Kader hat jemals ein WM-Spiel bestritten — die letzte WM-Teilnahme 1998 liegt eine komplette Spielergeneration zurück. Dieser Neuheitsfaktor kann befreiend wirken (nichts zu verlieren) oder lähmend (Nervosität im Eröffnungsspiel). Zudem sind die Reisedistanzen in Nordamerika für ein Team, das Kompaktheit und Frische braucht, eine Herausforderung. Von Santa Clara über Dallas nach Kansas City liegen Tausende Flugkilometer, die Regeneration und Trainingsplanung verkomplizieren.

Für jeden österreichischen Fußballfan ist die WM 2026 ein Moment, der einmal im Leben kommt. Für Wetter bietet Österreich in der Gruppe J eine Mischung aus emotionalem Investment und realem Value, die bei diesem Turnier einzigartig ist. Die Gesamteinordnung aller 48 Teams zeigt Österreich auf Rang 20–25 — eine Platzierung, die den Aufstieg als realistisches Ziel bestätigt und genug Raum für positive Überraschungen lässt.

Wann spielt Österreich bei der WM 2026?

Österreich bestreitet drei Gruppenspiele: Am 17. Juni gegen Jordanien im Levi’s Stadium in Santa Clara (06:00 CEST), am 22. Juni gegen Argentinien im AT&T Stadium in Dallas (19:00 CEST) und am 27./28. Juni gegen Algerien im GEHA Field in Kansas City (04:00 CEST). Zwei der drei Spiele finden zu nachtschlafender Uhrzeit für österreichische Fans statt.

Wie stehen Österreichs Chancen bei der WM 2026?

Österreich hat eine realistische Chance von 50-55%, die Gruppenphase zu überstehen — als Zweiter hinter Argentinien oder als bester Dritter. Der Schlüssel ist das Algerien-Spiel: Ein Sieg oder Unentschieden reicht wahrscheinlich für das Achtelfinale. Die Quoten auf den Gruppenaufstieg liegen bei 1.80-2.20.

Wer sind Österreichs Schlüsselspieler bei der WM 2026?

Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund) ist der wichtigste Feldspieler mit 5 Toren und 4 Assists in der Qualifikation. Konrad Laimer (Bayern München) treibt das Pressing an, Christoph Baumgartner (RB Leipzig) liefert die Kreativität. David Alabas Fitnessstand bleibt die größte Unbekannte im Kader.

Gegen wen spielt Österreich in Gruppe J?

Österreich ist in Gruppe J mit Argentinien (Weltmeister und klarer Gruppenfavorit), Algerien (starke afrikanische Mannschaft) und Jordanien (WM-Debütant) gelost. Das Jordanien-Spiel bietet die beste Chance auf einen Sieg, das Algerien-Spiel wird zum Schicksalsspiel um das Achtelfinale.

Erstellt von der Redaktion von „WP TIPP 26“.