Japan bei der WM 2026: Asiens stärkste Kraft im Formcheck

Japans Nationalmannschaft bei der WM 2026 — Samurai Blue im Formcheck

Deutschland 1:2, Spanien 1:2 — die Ergebnisse aus der WM-2022-Gruppenphase lesen sich wie Tippfehler, sind aber die Realität, die Japan in Katar geschaffen hat. Die Samurai Blue haben bei der letzten WM bewiesen, dass sie nicht mehr der nette Außenseiter sind, den man in der Gruppenphase bequem besiegt, sondern eine taktisch reife Mannschaft, die europäische Spitzenteams in einem einzelnen Spiel schlagen kann. Bei der japan wm 2026 steht die Mannschaft vor der Aufgabe, dieses Potenzial über ein ganzes Turnier hinweg abzurufen — nicht nur in einzelnen Überraschungsmomenten.

Für österreichische Wetter ist Japan in Gruppe F mit den Niederlanden der spannendste Außenseiter des Turniers. Japans Fähigkeit, Favoriten in der Gruppenphase zu schlagen, macht die Quoten auf einzelne Gruppenspiele besonders attraktiv. In meiner Analyse bewerte ich, ob die Samurai Blue 2026 nachlegen können und wo der Value für Wetter liegt.

Ladevorgang...

Schlüsselspieler — Mitoma, Kubo, Kamada

Kaoru Mitoma von Brighton ist der aufregendste japanische Spieler seiner Generation. Der Flügelstürmer vereint Geschwindigkeit, Dribbling und eine Abschlussqualität, die in der Premier League regelmäßig Verteidiger alt aussehen lässt. 12 Tore und 8 Assists in der Premier League 2025/26 zeigen seine Entwicklung vom Überraschungs-Dribbler zum kompletten Offensivspieler. Mitomas Spezialität — das Übersteiger-Dribbling an der Grundlinie mit anschließender Hereingabe — ist bei keinem anderen Flügelspieler der WM so effektiv wie bei ihm. In der asiatischen Qualifikation war er mit 7 Toren und 6 Assists Japans gefährlichster Spieler und hat bewiesen, dass er die Form aus der Premier League auf die Nationalmannschaft übertragen kann.

Takefusa Kubo von Real Sociedad besetzt die rechte Seite und bildet mit Mitoma ein Flügelpaar, das in Sachen Geschwindigkeit und Technik zu den besten des Turniers gehört. Kubos Dribbling auf engstem Raum und seine Fähigkeit, aus dem Halbfeld heraus Chancen zu kreieren, geben Japan eine offensive Variabilität, die bei der WM 2022 noch nicht vorhanden war. In La Liga hat er sich zum Stammspieler entwickelt und regelmäßig gegen die besten Verteidiger Spaniens bestanden — 10 Tore und 7 Assists in der laufenden Saison zeigen seine Entwicklung. Diese Erfahrung, die im WM-Kontext unbezahlbar ist, teilt er mit Mitoma, der in der Premier League gegen ähnlich hochkarätige Gegner spielt. Zusammen bilden sie eine Flügelzange, die schneller ist als bei den meisten europäischen Favoriten.

Daichi Kamada als kreativer Zehner verbindet die offensive Dreierreihe mit dem Mittelfeld. Nach seiner Zeit in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt und Crystal Palace in der Premier League hat Kamada die taktische Vielseitigkeit entwickelt, die Japans System erfordert: Er presst wie ein Mittelfeldspieler, kreiert wie ein Spielmacher und schließt wie ein Stürmer ab. Seine 5 Tore in der Qualifikation kamen alle aus Situationen, in denen er aus der zweiten Reihe in den Strafraum einbrach — ein Muster, das Gegner nur schwer verteidigen können, weil es keinen festen Gegenspieler gibt. Kamadas Rolle erinnert an Thomas Müller bei der WM 2010 und 2014 — ein „Raumdeuter“, der dort auftaucht, wo der Gegner ihn nicht erwartet.

Im defensiven Mittelfeld hat sich Wataru Endo (Liverpool) als taktischer Anker etabliert, dessen Erfahrung unter Jürgen Klopp und Arne Slot dem japanischen Pressing eine Struktur gibt, die über das bloße Anlaufen hinausgeht. Endos Fähigkeit, Bälle zu erobern und sofort den vertikalen Pass in die Spitze zu spielen, ist der Schlüssel zu Japans tödlichem Umschaltspiel. Ko Itakura in der Innenverteidigung bringt Bundesliga-Härte mit, und Torhüter Zion Suzuki hat sich bei Parma in der Serie A als zuverlässige Nummer eins bewiesen. Die Defensive wird ergänzt durch Takehiro Tomiyasu (Arsenal), dessen Vielseitigkeit — er kann als Rechtsverteidiger, Innenverteidiger und linker Verteidiger spielen — Japans Trainer taktische Optionen gibt, die bei einer WM Gold wert sind. Japans Kader ist der europäischste aller asiatischen Mannschaften: 18 der 23 Spieler sind in europäischen Top-5-Ligen aktiv, was dem Team eine taktische Reife gibt, die bei früheren japanischen WM-Generationen fehlte.

Gruppe F — Niederlande, Tunesien und Playoff-Sieger

Die Gruppe F ist für Japan die Chance, den WM-2022-Effekt zu wiederholen — und die Niederlande sind der perfekte Gegner dafür. Oranje hat gegen Japan eine neutrale Bilanz, und Japans Pressing-System kann den Niederländern Probleme bereiten, wie es Deutschland und Spanien bei der letzten WM erfahren mussten. Das Schlüssel-Duell liegt im Mittelfeld: Endo gegen de Jong, Kamada gegen Reijnders — Spieler, die sich aus ihren europäischen Ligen kennen und wissen, was der andere kann. Japans taktischer Trumpf gegen die Niederlande ist das kontrollierte Zurückziehen in der ersten Halbzeit, gefolgt von einer Intensitätssteigerung nach der Pause — genau dieses Muster führte 2022 zu den Siegen gegen Deutschland und Spanien, und es gibt keinen Grund, warum es 2026 nicht wieder funktionieren sollte.

Tunesien wird ein physisch forderndes Spiel, das Japan taktische Disziplin abverlangt. Die Tunesier werden tief stehen und auf Konter lauern — genau die Art von Gegner, gegen den Japan bei der WM 2022 gegen Costa Rica (0:1) scheiterte. Die Lehre aus jener Niederlage war klar: Japan braucht gegen tiefstehende Mannschaften mehr Varianz im Angriff, mehr Flanken, mehr Distanzschüsse und mehr Geduld im Aufbauspiel. Die Qualifikation hat gezeigt, dass der Trainer diese Lektionen umgesetzt hat — gegen tiefstehende Gegner in Asien erzielte Japan durchschnittlich 2.8 Tore, deutlich mehr als bei der WM 2022. Der Playoff-Sieger aus dem UEFA-Pfad B komplettiert die Gruppe als unberechenbare Variable — möglicherweise die Ukraine, Polen, Schweden oder Albanien, die alle über individuelle Klasse verfügen und für Japan eine ernsthafte Herausforderung darstellen.

Mein Gruppen-Szenario: Japan wird die Gruppe als Zweiter oder Dritter abschließen. Das Niederlande-Spiel ist der Schlüssel — ein Sieg würde den Gruppensieg möglich machen, eine Niederlage macht das Tunesien-Spiel zum K.o.-Duell. Ich sehe eine 50%-Wahrscheinlichkeit für das Überstehen der Gruppenphase und eine 25%-Chance für das Achtelfinale-Weiterkommen. Die Quoten auf Japans Gruppenaufstieg bei 2.50–3.00 bieten attraktiven Value, weil der Markt die WM-2022-Leistung als Einmaleffekt abtut statt als Bestätigung einer systemischen Qualität.

Quoten und Geheimtipp-Potenzial

Japan steht bei Quoten zwischen 60.00 und 100.00 auf den WM-Titel — realistisch ist ein Titelgewinn nicht, aber das Überstehen der Gruppenphase ist es. Der attraktivste Markt ist „Japan übersteht die Gruppenphase“ bei Quoten um 2.20–2.50. Meine Einschätzung liegt bei 50%, was bei einer Quote von 2.50 einen Edge von 25% ergibt. Japans Fähigkeit, in WM-Gruppenphasen gegen Favoriten zu punkten (Deutschland, Spanien 2022; Kolumbien, Senegal 2018), ist historisch belegt und wird vom Markt nicht vollständig eingepreist.

Im Einzelspiel-Markt empfehle ich „Japan Doppelte Chance“ (Sieg oder Unentschieden) gegen die Niederlande bei erwarteten Quoten um 2.80–3.20. Die WM-2022-Ergebnisse gegen Deutschland und Spanien waren keine Zufälle, sondern das Produkt eines taktischen Systems, das europäische Pressing-Teams systematisch entblößt. Japan lässt den Gegner den Ball haben, verteidigt kompakt und schaltet dann mit tödlicher Geschwindigkeit um — ein System, das gegen ballbesitzorientierte Teams wie die Niederlande optimal funktioniert.

Japans WM-Weg 2026

Japan ist bei der WM 2026 der Außenseiter mit dem höchsten Überraschungspotenzial. Die Samurai Blue haben den europäischsten Kader aller asiatischen Mannschaften, ein Pressing-System, das gegen Top-Teams funktioniert, und die mentale Stärke, die aus den WM-2022-Siegen gegen Deutschland und Spanien gewachsen ist. Was Japan fehlt, ist die Konstanz über ein ganzes Turnier — bei der WM 2022 folgten auf die sensationellen Gruppensiege ein enttäuschendes Achtelfinale-Aus gegen Kroatien im Elfmeterschießen, bei dem die Mannschaft die Führung verspielte und im entscheidenden Moment die Nerven verlor. Die Lehre für 2026 ist klar: Japan muss lernen, über 90 Minuten und darüber hinaus auf dem höchsten Niveau zu spielen, statt nur in 20-minütigen Energieschüben zu glänzen. Trainer Hajime Moriyasu hat in der Qualifikation an genau diesem Problem gearbeitet — die Samuai Blue spielten in der zweiten Hälfte der Quali konstanter und ließen weniger Spiele aus der Hand gleiten.

Mein wahrscheinlichstes Szenario: Gruppenzweiter oder Dritter, Achtelfinale-Einzug, Achtelfinale-Aus gegen einen europäischen oder südamerikanischen Gegner. Ich sehe eine 50%-Wahrscheinlichkeit für die K.o.-Runde und eine 20%-Chance für das Viertelfinale. Für ein asiatisches Team wäre das Viertelfinale ein historischer Meilenstein — nur Südkorea 2002 (als Gastgeber) hat dieses Ziel erreicht. Was für Japan spricht: Die Samurai Blue haben die individuelle Klasse, um in jedem einzelnen Gruppenspiel zu gewinnen, und die taktische Disziplin, um Favoriten zu neutralisieren. Was dagegen spricht: Die K.o.-Runden-Schwäche, die sich bei den letzten 3 WMs gezeigt hat — Japan ist seit 2002 bei jeder WM in der K.o.-Runde ausgeschieden, oft knapp, aber immer in den entscheidenden Momenten. Die vollständige Teamübersicht ordnet Japan unter den Top 18 ein — die höchste Platzierung eines asiatischen Teams und ein Zeichen dafür, dass die Samurai Blue mehr sind als ein Turnierneuling.

Kann Japan bei der WM 2026 wieder Favoriten schlagen?

Japan hat bei der WM 2022 Deutschland und Spanien in der Gruppenphase besiegt und bei der WM 2018 Kolumbien und Senegal geschlagen. Der Kader 2026 ist europäischer denn je — 18 von 23 Spielern sind in den Top-5-Ligen aktiv. Die Fähigkeit, Favoriten zu schlagen, ist systemisch, nicht zufällig.

In welcher Gruppe spielt Japan bei der WM 2026?

Japan ist in Gruppe F mit den Niederlanden, Tunesien und einem UEFA-Playoff-Sieger gelost. Das Niederlande-Spiel ist das Schlüsselduell — Japans Umschaltspiel gegen Oranjes Ballbesitz-Fußball verspricht ein taktisch faszinierendes Spiel.

Erstellt von der Redaktion von „WP TIPP 26“.